Verspätete Zahlungseingänge oder sogar Rechnungen die nie bezahlt werden, gehören heute zum Alltag von Unternehmen. Firmen geraten in die Liquiditätsfalle. Damit dies nicht geschieht gibt es für das Debitorenmanagement griffige Massnahmen.
Debitorenlisten
Bei Klein- und Kleinstunternehmen wird die Buchhaltung zumeist nicht im eigenen Betrieb gemacht, sondern an spezialisierte Buchhaltungsbüros ausgelagert. Der Betrieb ist demnach, was die Finanzen anbelangt, in einem „Blindflug“. Um solche Situationen zu vermeiden, sollten regelmässig Debitorenlisten beim Buchhaltungsbüro angefordert werden. Regelmässig heisst alle zwei Wochen oder besser noch, wöchentlich.
Anrufen statt mahnen
Mahnungen zu verschicken und mit Inkassobüros zu drohen ist meist wenig einträglich und wird in vielen Fällen auch nicht mehr ernst genommen. Viel besser ist es, beim säumigen Kunden anrufen und sich ein Zahlungsversprechen (auch Teilzahlungen) geben lassen. Aber Achtung: Datum des versprochenen Zahlungseingangs notieren und dann wieder anrufen. Sollte dies alles nicht fruchten, bleibt am Ende nur der Gang zum Inkassobüro bzw. zum Gericht. Diesen Schritt sollte sich aber jeder Unternehmer gut überlegen. Denn geht der Schuldner in Konkurs, bleiben die Kosten beim Betreiber hängen.
Factoring
Wenn Sie Ihre Rechnungen nicht selbst managen wollen, dann besteht die Möglichkeit sie an eine Factoringfirma zu verkaufen. In diesem Falle hat man das Geld innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen und die Liquidität ist gesichert. Auch hier gibt es eine Einschränkung: Das Risiko des Debitorenverlustes wird nicht übernommen und kann am Ende ein Kunde tatsächlich nicht bezahlen, wird das Geld wieder zurückgefordert.
Am besten ist allerdings, wenn man es gar nicht erst so weit kommen lässt. Bei kritischen Kunden können die Zahlungsziele jederzeit geändert werden. Entweder Vorauskasse oder wie alt bekannt – da Geld, hier Ware!